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09.08.2002 - VDI nachrichten

In rauer See

Energie: An Rentabilität von Offshore-Windparks gibt es Zweifel

Die Planungen für deutsche Offshore-Windparks laufen auf Hochtouren. Doch über den Projekten hängen noch große Fragezeichen. Eine Untersuchung, die auf technische und wirtschaftliche Risiken hinweist, hat in der Branche erhebliche Unruhe ausgelöst. Die Zukunft der Windenergie liegt auf dem Wasser. Diesen Eindruck zumindest vermitteln die Planungen. Dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg, zuständig für wirtschaftliche Aktivitäten außerhalb der 12-Seemeilen-Zone, liegen derzeit 30 Anträge für Offshore-Windparks vor (22 in der Nord- und acht in der Ostsee), alles in allem ein Investitionspotenzial von 50 Mrd. $.

Im vergangenen November hat die Behörde ein erstes Pilotprojekt mit
12 Anlagen 45 km nördlich von Borkum genehmigt. Näher zur Küste bestehen kaum Chancen; zum einen wegen des Nationalparks Wattenmeer, zum anderen wollen die Bewohner der Inseln keine Windräder am Horizont sehen. Für die Nutzung auf See sprechen höhere und gleichmäßigere Windgeschwindigkeiten, andererseits wachsen mit der Entfernung vom Land die Investitions- und Wartungskosten. Der Ausblick auf die Wirtschaftlichkeit ist daher ernüchternd. Nach einer Studie des Ingenieurbüros Fichtner-Development kann ein 90-MW-Windpark an der Küste den Strom deutlich billiger produzieren als ein gleich großer im Meer.
Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist dem bereits Rechnung getragen. Offshore-Anlagen werden günstiger behandelt als Windräder an Land. Sie erhalten den Spitzensatz von
9,10 Cent/kWh nicht nur fünf, sondern neun Jahre lang, erst danach kommt die geringere Vergütung von 6,19 Cent/kWh zum Tragen.
Selbst diese Vorzugsbehandlung wird aber nicht ausreichen, Offshore-Windparks rentabel zu betreiben. Das meinen jedenfalls Dr. Gustav Sauer, Ministerialdirigent beim Land Schleswig-Holstein, und Lothar Schedereit, Inhaber der Hamburger Beratungsgesellschaft für rationelle Energieverwendung Renorga. Nach ihrer Ansicht hat die Fichtner-Studie methodische Schwächen. „Sie bemisst den Wartungsaufwand allein nach geplanten Wartungszyklen“, kritisieren sie. Es sei aber auch mit ungeplanten Ausfällen zu rechnen. Dadurch sinke der Stromertrag oder man müsse mehr Geld in Spezialschiffe oder gar Hubschrauberdienste stecken, um Ausfälle ohne Verzögerung beheben zu können. So oder so würden sich die Stromgestehungskosten auf 11 Cent/kWh erhöhen und damit über den Garantiepreisen des EEG liegen. Damit liege bereits Kapitalvernichtung vor. Trotzdem würden ungebrochen Investoren beworben.

Dieser Vorwurf hat scharfe Reaktionen der Windindustrie ausgelöst. Der Vorstandsvorsitzende des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke, Wolfgang von Geldern, schreibt in einem offenen Brief: „Ihre Aussage ist möglicherweise dazu geeignet, Schadensersatzforderungen zu provozieren.“

Sauer und Schedereit sehen durch eine massive Offshore-Nutzung auch die Netzstabilität gefährdet. Noch würde der fluktuierende Windstrom von den Generatorläufern der Kernkraftwerke in Norddeutschland „glattgebügelt“. „Kern- und Windenergie sind somit verheimlichte, aber um so innigere Schwestern im Netz“, heben sie zum Missfallen von Umweltminister Jürgen Trittin hervor, der erklärt hat, die Kernkraftwerke behinderten den Ausbau der Windenergie.
Jens Peter Molly, Direktor des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI) in Bremerhaven, hält den beiden Kritikern entgegen, sie würden die Innovationsfähigkeit der Windindustrie unterschätzen, aber er verneint nicht, dass Offshore-Parks eine riesige Herausforderungen darstellen. „Um die Wartungskosten im Rahmen zu halten, muss die technische Zuverlässigkeit der Anlagen auf See noch höher sein als an Land“, betont er.

Wegen der hohen Aufwendungen für Fundamente und Masten, die auch schwerem Seegang standhalten müssen, kommen dafür nur Maschinen der Größenordnung 5 MW in Frage, soll überhaupt Aussicht auf Rentabilität bestehen. Windräder dieser Dimension gibt es aber noch nicht. Als Erster stellt Mitte August die Auricher Enercon bei Magdeburg einen Prototypen mit 4,5 MW Leistung auf, ein Modell mit 112 m Rotordurchmesser. In langen Testreihen wird zunächst zu klären sein, ob er sich an Land bewährt. Erst danach ist an einen Offshore-Einsatz zu denken.

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