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23.11.2002 - OSTTHÜRINGER Zeitung

Windige Sache

Bald steht wieder ein Windrad in der Landschaft bei Oettersdorf. Befürworter der Windenergie werden sich freuen, die zahlreichen Gegner weniger. Windenergie gehört zu den umstrittensten Themen, wenn es um Umweltschutz und alternative Energien geht. Trotzdem ist Deutschland Weltmeister in der Windenergieproduktion. Zum 30. September 2002 gab es hierzulande 12 810 Windkraftanlagen, die etwa 10 639 Megawattstunden Strom erzeugen. Das sind zwar nur etwa 4 % des Stromverbrauchs, aber immerhin fast 40 % der weltweit erzeugten Energie aus Windkraft. Damit liegt Deutschland an erster Stelle, gefolgt von den USA, Spanien und Dänemark.
"Das bringt nichts." ... "Die Dinger stören mich." ... "Das sieht nicht schön aus." ... "So etwas macht die Landschaft kaputt." ... "Damit kann man das Energieproblem nicht lösen."
Solche und ähnliche Meinungen hört man in der Region sehr oft. Manche davon kann man schon verstehen. Strom aus Windenergie fließt nur, wenn der Wind auch weht. Die Anlagen brauchen selbst Strom, so genannten Blindstrom, um die notwendige Magnetisierung der Generatoren zu erzeugen. Und Deutschland ist nur deshalb zum Weltmeister geworden, weil ein Markt durch Stromeinspeisegesetz und Subventionen in den vergangenen Jahren künstlich geschaffen wurde, argumentieren die Gegner.
Und während sich Gegner und Befürworter streiten, drehen sich die Windmühlen - falls der Wind weht. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen bis 2030 etwa 25 Prozent der Energieerzeugung aus Wind erfolgen. Ein sicherer Markt für private Investitionen.
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