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22.11.2002 - Saarbrücker Zeitung

JU Ottweiler will keine Windräder

Der Stadtverband der Jungen Union Ottweiler kritisiert den betriebenen Ausbau der Windenergiegewinnung in der Stadt. Alexander Zorn, Stadtverbandsvorsitzender, sieht hierin einen drohenden Verlust an Lebensqualität ohne langfristigen Nutzen: "Windenergie-Gewinnung ist sicher sinnvoll, aber nicht überall und sicher nicht in Ottweiler. Wir brauchen in Ottweiler eine hohe Lebensqualität und keine Verschandelung der Landschaft durch die größten Anlagen im Saarland."
Die Junge Union sieht in der großflächig betriebenen Windenergienutzung am Meer einen wichtigen Bestandteil des Energiemixes. Vereinzelte Anlagen seien nur im Rahmen der Energie-Einspeisegesetze wirtschaftlich, "sonst sind sie subventionierte Kleinanlagen als Signal für Umweltbewusstsein", kritisiert Zorn.
Langfristig stellten Windanlagen aber auch ein Hindernis für eine Ausdehnung der Bebauung dar. Zorn: "Wir sollten uns nicht für die Zukunft weitere Möglichkeiten des Wachstums abschneiden." Die Anlagen erforderten einen gewissen Sicherheitsabstand, der eine Annäherung der Bebauung ausschließen könne. Das Verspielen von Zukunftschancen wiege schwerer als die kurze Öko-Effekthascherei. Der recht große Abstand zur geschlossenen Bebauung sei zwar begrüßenswert, könne aber trotzdem langfristige Bedenken nicht ausräumen und verhindere "auch einen Ausbau der Naherholungsinfrastruktur."
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