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18.07.2003 - Main-Rheiner Zeitung

Proteststurm gegen Windkraft in Waldems

Zwei 125 Meter hohe Räder sollen zwischen Reichenbach und Steinfischbach entstehen

us. WALDEMS-REICHENBACH - Die Gemeinde, die Baugenehmigungsbehörde beim Kreis und die ganz überwiegende Mehrheit der Reichenbacher und Steinfischbacher Bürger haben sich gegen die Errichtung von Windkraftanlagen zwischen den beiden Waldemser Ortsteilen ausgesprochen. All das blieb - bisher zumindest - ohne Erfolg. Der Regierungspräsident hat unmissverständlich angeordnet, dass dem Bauantrag einer Betreiberfirma entsprochen werden müsse. In einer Bürgerversammlung im Reichenbacher Dorfgemeinschaftshaus machten die rund 80 Teilnehmer aber deutlich, dass sie nicht so schnell die Flinte ins Korn werfen wollen.

Es ist die nach den Worten von Bürgermeister Werner Scherf "rechtsverbindliche Ausweisung von Vorzugsflächen für Windkraftanlagen in der Regionalen Raumordnungsplanung", die den Steinfischbachern und Reichenbachern den Verdruss mit der Windkraft beschert. In Darmstadt gibt man sich knüppelhart: Statt Dialogbereitschaft, so Parlamentsvorsitzende Sabine Conradi, seien die Anweisungen des RP in der Sache wie in der Sprache "rigide" und "harsch". Dass keine Gesprächsbereitschaft herrsche, sei auch daran ablesbar, dass trotz Einladung kein Vertreter der Behörde zur Versammlung gekommen sei: "Die machen lieber Urlaub."

Im neuen Flächennutzungsplan hatte die Gemeinde Waldems ursprünglich keine Fläche für Windkraft darstellen wollen, berichtete Planer Geibel (Büro Freiraum). Der RP bestehe jedoch darauf - und so habe man schließlich, wenn auch in geringerem Umfang als im Raumordnungsplan, eine Fläche im Gebiet Reichenbach/ Steinfischbach eingearbeitet.

Die Firma ProVento in Kaisersesch plant nach Angaben der Gemeinde die Errichtung von zwei Windkraftanlagen. 90 Meter hoch sollen die Stahlrohrtürme ragen, zusammen mit den Rotorblättern erreicht das Bauwerk dann eine maximale Höhe von rund 125 Metern. 19 Umdrehungen pro Minute seien das Maximum, hieß es. Ein von ProVento bestelltes Gutachten hätte für die letzten Gebäude in der Obergasse Reichenbach und in der Industriestraße Steinfischbach eine Belastung von 36 bis 37 dB (A) errechnet, ein Wert, der nach Angaben von Sabine Conradi unter den Grenzwerten liege: "Das bietet der Gemeinde also keinen Ansatz für einen Erfolg versprechenden Einspruch." Knapp über den Richtwerten lägen dagegen die vorgesehenen Betriebsstunden mit Schatten-Auswirkung auf die nächsten Häuser. Doch auch dies werde wohl kaum zu einem Versagen der Genehmigung führen, sondern vermutlich nur zu bestimmten Auflagen für die Art und Dauer des Betriebs.

Die Bürger wollen sich dennoch nicht einfach geschlagen geben. Was ist mit den Auswirkungen des - für menschliche Ohren nicht wahrnehmbaren - Infraschalls? Dürfen in Landschaftsschutzgebieten solche Türme überhaupt aufgestellt werden? Wurde die Schattenwirkung richtig berechnet? Alles Fragen, die von den Bürgern gestellt wurden und denen - auch mit Hilfe eines bereits aktiven Rechtsanwalts - weiter nachgegangen werden soll.

Mit Erstaunen und Verwunderung wurde vernommen, dass die Betreiberfirma und das von ihr beauftragte Gutachterbüro dieselbe Adresse hätten. "Gibt es da keine Fragen und Zweifel bei den Behörden", wollte ein Zuhörer wissen. Sabine Conradi sprach unverhohlen von einem Gutachten, das "mit geschöntem Auge" angefertigt worden sei. Gunther Möller von den Waldemser Grünen versuchte die Bedenken zu zerstreuen. Solche Gutachten würden von der Hessischen Landesanstalt für Umwelt gründlich geprüft.

Aus dem Kreis der Bürger wurde angeregt, die Gemeinde möge, ähnlich wie es andernorts getan werde, ihre Entwicklungsziele konkreter formulieren und die Schutzwürdigkeit der Landschaft stärker in den Vordergrund stellen, um für die Zukunft besser gewappnet zu sein. In diesem Zusammenhang wurde ein "Verdräng-ungseffekt" der Probleme - vom Rheingau und vom Hochtaunus in Richtung Waldems - festgestellt.

Wie Bürgermeister Scherf berichtete, finden in den nächsten Tagen weitere Gespräche mit dem Kreisausschuss und der Unteren Naturschutzbehörde statt. Hier geht es um die Möglichkeiten des weiteren Vorgehens. Nach Scherfs Auskunft habe die Untere Naturschutzbehörde den Betreiber inzwischen aufgefordert, ein ornithologisches Gutachten zu erstellen. Ob dies und andere Aktivitäten helfen, die Anlage zu verhindern? "Ich will da keine falschen Hoffnungen wecken", so das Resümee des Bürgermeisters.

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