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Les dernières nouvelles en Allemagne


14.08.2003 - Wirtschaftswoche

"Für Kyoto bin ich pessimistisch"

Stephan Kohler, Chef der Deutschen Energie-Agentur, über den zukünftigen Energiemix und den EU-Emissionshandel

Herr Kohler, wie viel Zeit haben die deutschen Energieproduzenten noch für ihre Investitionsentscheidungen in neue Kraftwerke zur Stromerzeugung?

Die ersten Anlagen müssen 2010 m Betrieb gehen. Inklusive Genehmigungsverfahren, Planungs- und Bauzeiten sind sieben bis zehn Jahre schnell vorbei. Deswegen müssen wir jetzt schleunigst die Rahmenbedingungen setzen, damit hier in Deutschland investiert und gebaut werden kann. Schließlich muss fast die Hälfte des deutschen Kraftwerkparks ersetzt werden.

Wie soll preiswert Strom produziert und gleichzeitig das Klimaschutzziel erreicht werden?
Bis 2010 rechne ich mit einer Verdopplung der regenerativen Energiequellen und einem Plus bei den Gaskraftwerken. Aber zur Versorgungssicherheit werden wir rund 50 Prozent aus Kohlekraftwerken produzieren...

...dem CO2-Produzenten Nummer eins. Ist dann überhaupt das Ziel der Bundesregierung erreichbar, dass deutsche Kraftwerke bis 2020 rund 40 Prozent weniger CO2 in die Luft blasen?

Dieses Ziel lässt sich bei wettbewerbsfähigen Preisen kaum erreichen, wenn wir Versorgungssicherheit. haben wollen. Derzeit ist Braunkohle am kostengünstigsten, dann kommen je nach Auslastung der Kraftwerke Steinkohle und Erdgas.

Umweltminister Jürgen Trittin setzt aber auf Erdgas, nicht auf Kohle.
Das ist aber Sache der Unternehmen. Und die wissen, dass Gaskraftwerke heute nicht unbedingt konkurrenzfähig sind. Ein zusätzliches Risiko ist, dass der Preis fürs Gas an den Erdölpreis gekoppelt ist. Außerdem würden wir von wenigen Ländern abhängig. Die Reserven Großbritanniens, von denen auch wir leben, sind bald aufgebraucht. Russland, der führende Lieferant Europas, wird bald auch China, Indien, Japan und die USA beliefern, was den Preis auch treiben dürfte. Dagegen sind die Preise für Steinkohle stabil und bleiben es auch.

Sie plädieren also für die Kohle?
Ja, denn wir können doch nicht die Kernenergie, die ein Drittel des Stroms in Deutschland erzeugt, vom Netz nehmen und dann noch die Kohle reduzieren, mit der wir die Hälfte unseres Stroms produzieren. Wir brauchen ein Bündnis regenerativer Energien und effizienter Kohlekraftwerke und Energieeinsparungen auf der Nachfrageseite.

Der Strom aus Kohle wird aber durch den von der EU geplanten Emissionshandel zusätzlich verteuert.
Das verunsichert die deutschen Energiekonzerne in der Tat. Einerseits haben sie den Ausstieg aus der Atomkraft unterschrieben, andererseits werden mit dem Handelssystem Emissionen aus fossilen Energieträgern verteuert, was ihre internationale Wettbewerbsposition verschlechtert. Es kann nicht sein, dass wir am Ende Atomstrom aus Frankreich importieren und damit unsere eigene Stromproduktion verdrängen. Deshalb muss das Handelssystem auch Effizienzsteigerungen belohnen, etwa wenn neue Kohlekraftwerke weniger CO2 ausstoßen als die alten Anlagen.

Der Emissionshandel basiert auf dem Kyoto-Abkommen: Die Weltgemeinschaft will weniger Treibhausgase produzieren. Die USA und Russland sind Kyoto noch nicht beigetreten. Wie stehen die Chancen, dass das Abkommen in Kraft tritt?
Ich bin sehr pessimistisch. Die Amerikaner verhandeln zurzeit mit den Russen über Beteiligungen ihrer Erdölindustrie an Ölfeldern im Irak und über Pipelineprojekte im Mittleren Osten. Da gibt es massive wirtschaftliche Interessen, die aus russischer Sicht gegen Kyoto sprechen.

Was bedeutet das für den geplanten Emissionshandel?
Wenn Kyoto nicht in Kraft tritt, dann muss sich die EU überlegen, ob sie das Handelssystem überhaupt einführen kann. Es macht keinen Sinn, dass wir ein Emissionsregime aufbauen und andere, nur wenige Kilometer von uns entfernte Länder nicht mitmachen. Klimaschutz von wenigen funktioniert nicht, weil es dann zu Industrieverlagerungen kommt.

Mit den neuen Kraftwerken werden die Energiepreise steigen. Wird der Hoffnungsträger Windenergie jemals ohne Subventionen auskommen?

An der Küste und auf dem Meer hat die Windkraft eine große Chance. An schlechten Standorten im Binnenland macht es dagegen wenig Sinn, weil dort schlicht zu wenig Wind weht. Das Beste wäre ein Förderranking, mit dem wir das festgelegte Ziel erreichen, den Anteil der erneuerbaren Energie bis 2010 auf 12,5 Prozent zu erhöhen. Dann wäre schnell klar, dass etwa bei der Windkraft nur noch Standorte benötigt werden, an denen der Wind mindestens 1.800 Stunden im Jahr weht. Der Rest würde dann nicht mehr gefördert werden. Windkraftanlagen gehören dahin, wo der Wind weht.

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