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21.10.2003 - BUNDschau

Windenergie und Landschaftsschutz

In der BUNDschau 3/2003 wunderte sich Axel Mayer vom BUND-Regionalverband »Südlicher Oberrhein« darüber, dass die Folgen der Windkraftnutzung für das Landschaftsbild stärker thematisiert werden als die massive Landschaftszerstörung an anderer Stelle. Als Quelle der Diskussion vermutete er u.a. interessierte Kreise der Atom- und Kohlelobby. Das langjährige BUND-Mitglied Prof. Dr. Hans-Christoph Binswanger antwortet ihm.

(Ext.) – Unter dem Titel »Landschaft und Landschaftsschutz « schreibt Axel Mayer in der BUNDschau 3/2003: »Es ist gut, dass endlich auch über Landschaft und Landschaftsschutz öffentlich debattiert wird.« Dieser Aussage kann man nur beipflichten. Es ist aber keineswegs so, dass, wie Mayer behauptet, der Landschaftsschutz nur bei der Windenergie thematisiert wird. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade der BUND hat immer und ausdrücklich den Landschaftsschutz hervorgehoben, wenn »neue Straßen gebaut, Flächen zubetoniert und Hochspannungsmasten in die Landschaft gesetzt wurden«. Umgekehrt hat der BUND die Landschaftsfrage in den letzten Jahren bagatellisiert, wenn es um Windenergie ging. Dabei hat er einmal ausdrücklich beschlossen, die Privilegierung der Windenergie aufzuheben, die wesentlich zur großflächigen Landschaftszerstörung – Mayer spricht sogar von »Verscheußlichung« – beigetragen hat, die wir heute erleben. Obwohl dieser Beschluss nie aufgehoben und in den Positionspapieren zur Windenergie ausdrücklich wiederholt wurde, hat dies nie zu einem entsprechenden politischen Vorstoß geführt. Im Gegenteil, der Ausbau der Windenergie wurde vom BUND fast uneingeschränkt weiter gefordert und gefördert. Sogar die in den Positionspapieren aufgelisteten Vorbehalte gegenüber dem Bau von Windkraftanlagen in Schutzgebieten wurden in der Praxis meist fallengelassen. Die Folge ist, dass auch die Vorstöße des BUND zur Landschaftserhaltung in den anderen oben erwähnten Bereichen kaum mehr ernst genommen werden können.

Mayer glaubt in diesem Zusammenhang einen Gegensatz zwischen Landschaftsschutz und Umweltschutz ausmachen zu können. Dem ist aber nicht so. Die Windenergie leistet in der Realität kaum einen Beitrag zur Substitution von Atomstrom und zum Klimaschutz, sondern hindert vielmehr daran, den echten Alternativen zum Durchbruch zu verhelfen. Es ist bekannt, dass, wenn der Wind weht – er weht, wann und wo er will –, nicht der schwer regulierbare Atomstrom reduziert wird, sondern vor allem der Strom aus Steinkohlekraftwerken, die zu diesem Zweck stets in Bereitschaft gehalten werden müssen. Die Atommeiler liefern daher, solange sie nicht ausdrücklich verboten werden, ungehindert weiter Strom, auch wenn der Wind noch so stark weht. Dies ist der Grund, warum die Energieversorgungsunternehmen sich keineswegs mehr gegen die Windenergie wehren, wie Mayer behauptet, sondern, so gut wie viele Umweltschützer, gerne von der massiven Förderung der Windenergie finanziell profitieren.

Aber auch der Beitrag zum Klimaschutz, der sich aus einer allfälligen Reduktion von Kohlestrom ergibt, ist minimal. Dies wird deutlich, wenn wir bedenken, dass der von der gesamten Energieproduktion verursachte CO2- Ausstoß nur höchstens 70% der für die Klimaveränderung maßgeblichen Treibhausgase ausmacht, und die Elektrizität nur ca. 20% der Energieproduktion. Die Windenergie, die heute in Deutschland einen Anteil von ca. 5% der Elektrizitätsproduktion hat, kann somit höchstens zu 0,7% (5% × 0,7 × 0,2) zur Reduktion der Treibhausgase und damit zum Klimaschutz beitragen – soweit es überhaupt zu einer solchen Reduktion kommt.

Ein echter Umweltschutz muss in erster Linie auf Energieeinsparung und Erhöhung der Energieeffizienz setzen! Dies wird zwar auch von den Befürwortern der Windenergie zugegeben. Es bleibt aber ein bloßes Lippenbekenntnis. Wegen der Konzentration auf die Windenergie fehlt die Kraft, die Zeit und das Geld, um wirklich etwas für Energieeinsparung und Effizienzerhöhung zu tun, obwohl sie x-mal ergiebiger und billiger ist. So hat auch der Umweltschutz das Nachsehen, wenn man der Windenergie in dem Ausmaß die Priorität gibt, wie es bisher der Fall war.

Auf keinen Fall ist es nötig, die Landschaft auf dem Altar des Umweltschutzes zu opfern, wie Mayer meint. Dies gilt erst recht, wenn es um die Landschaft Südbadens geht, die man – wie er sagt – nicht »egoistisch« schützen dürfe. Hier sind wie überall im Binnenland die Windverhältnisse wesentlich ungünstiger als an der Küste. Infolgedessen müssen, damit überhaupt etwas Strom erzeugt wird, die Windkraftanlagen immer höher gebaut und auf die Hügelzüge gesetzt werden, so dass sie den Wald himmelhoch überragen. Sie stören die Landschaft daher wesentlich stärker als an der Küste. Dies kann jeder beobachten, der den Oberrhein entlangfährt. Die auf den Hügelzügen des Schwarzwaldes stehenden Windkraftanlagen wirken wie riesige Galgen, an denen die Landschaft aufgehängt wird.

Echter Umweltschutz und Landschaftsschutz gehen Hand in Hand, wenn nicht die Windenergie dazwischentritt. Dies gilt insbesondere im Binnenland. Es ist daher höchste Zeit, dass der BUND seinem immer noch gültigen Beschluss, den Stopp der Privilegierung der Windenergie und den konsequenten Ausschluss der Windenergie aus den Schutzgebieten zu verlangen, Nachachtung verschafft. für die im Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen vereinbarte Transparenz, Wahlfreiheit und Sicherung des gentechnikfreien konventionellen und ökologischen Landbaus ein. Auf der anderen Seite werfen ihr Wirtschaftsminister

4/2003

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