Jura Crêtes
Accueil OK     Plan de site     Imprimer Imprimer    
  Vous êtes ici : Revue de presse > Les dernières nouvelles en Allemagne
 
  VIDEOS des projets éoliens dans l'Arc jurassien
 
  CARTE DES PROJETS EOLIENS EN SUISSE
 
  >> REVUE DE PRESSE <<
  Presse suisse
  Presse française
  Presse allemande
  Ailleurs en Europe
  Reste du Monde
 
  -->> Oppositions
  Paysage Libre - Suisse
  Paysage Libre BEJUNE
  Travers du vent - NE
  Tramelan - JB
  Franches Montagnes- JU
  Paysage Libre - VD
  SOS Jura - VD sud
  Vallée de Joux - VD
 
  -->> Blogs
  Eolien, la presse et nous
  Voisine d'éoliennes
  Vent-de-Folie
  Vent-de-Folie's Photoblog
 
  Plateforme européenne contre l'éolien industriel - EPAW
 
  Eine kritische Auseinandersetzung mit Windenergie in der Schweiz
 
  Les projets
  Le concept national
  L'opposition
  Paroles de ...
  Efficacité énergétique
  Documents de référence
  Divers
  Protection des crêtes
  Paysage
 
  Dessins de presse
 
  Non aux Quads !
 


Les dernières nouvelles en Allemagne


17.09.2003 - ZDF Heute

Windbranche mit Problemen

Schwaches Geschäft und Gegenwind

Nach stürmischem Aufstieg geht die Windenergie in Deutschland einer schwierigen Zeit entgegen. Die Geschäfte mehrerer Hersteller verfehlen die Planungen, und in der Politik ist Streit um die finanzielle Förderung ausgebrochen. Anwohnerinitiativen laufen Sturm gegen neue Anlagen. Selbst Umweltverbände klagen gegen den ersten genehmigten Offshore-Windpark in der Nordsee.

Den Stein der aktuellen Diskussion brachte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) ins Rollen: Er monierte, dass die Unterstützung der Anlagen über die Einspeisevergütung bald die Höhe der Steinkohlesubventionen erreiche. Clement hat die Unterstützung von Politikern auch anderer Parteien und steht im Konflikt mit Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne), der im Entwurf für eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) allerdings langfristig ebenfalls die Unterstützungen reduzieren will.

Offshore-Anlagen stehen im Mittelpunkt
Auf der nach Veranstalterangaben weltgrößten Windenergiemesse "Husumwind" in Schleswig-Holstein (23. September) will die Branche wieder Schwung gewinnen. Mehr als 450 Aussteller werden in Nordfriesland neue Entwicklungen präsentieren. Im Mittelpunkt des Interesses dürften Offshore-Anlagen stehen. Die Branche beschäftigt nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie (BWE) in Deutschland rund 45.000 Menschen. Der Gesamtumsatz betrug 2002 mehr als 3,5 Milliarden Euro.

Die 14.300 deutschen Anlagen mit 12.900 Megawatt installierter Leistung können in einem Jahr mit durchschnittlichem Wind knapp 25 Milliarden Kilowattstunden Strom produzieren. Das wären gut fünf Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Im ersten Halbjahr 2003 lag der Ertrag mit 9,85 Milliarden Kilowattstunden jedoch deutlich unter dem theoretischen Sechs-Monats-Wert. Im Vorjahreszeitraum wurden knapp 900 Millionen Kilowattstunden mehr produziert.

"Staatlicher Anteil zu hoch"
Jedes Jahr investieren private Anleger nach Schätzungen einige hundert Millionen Euro in neue Windturbinen. Nach dem EEG müssen die Energieversorger pro Kilowattstunde Windstrom rund neun Cent bezahlen. Der Betrag wird nach einigen Betriebsjahren der Windenergieanlagen geringer. Umgelegt auf den Preis, den der Endkunde zahlen muss, macht die Förderung der erneuerbaren Energien etwa 0,44 Cent je Kilowattstunde aus. Der Sprecher der Hamburgischen Electricitätswerke, Christof Coninx, sagt mit Blick auf EEG, Ökosteuer und andere Zusatzkosten: "Wir halten den staatlichen Anteil am Strompreis für zu hoch."

Keine stichhaltigen Argumente
Der Windenergiekritiker Otfried Wolfrum ist zufrieden, dass eine neue Debatte einsetzt. Der Geowissenschaftler gehörte 1998 zu den Initiatoren des von mehr als 100 Wissenschaftlern unterzeichneten Darmstädter Manifests. Darin hieß es: "Wir fordern, dass der Windkraft alle direkten und indirekten Subventionen entzogen werden." Heute sagt Wolfrum: "Daran hat sich nichts geändert."

Seit Jahren protestieren Anlieger gegen Windräder. Lärm und Schattenschlag schmälerten die Lebensqualität, argumentieren sie. Die Gegner führen an, dass weiterhin konventionelle Kraftwerke in Bereitschaft stehen müssen, um die vom Wind abhängigen Schwankungen der Stromproduktion auszugleichen und die Netzspannung zu gewährleisten, was zusätzliches Geld koste.

Der BWE hält keines dieser Argumente für stichhaltig. Untersuchungen hätten eine hohe Akzeptanz der Anlagen ergeben. Schattenwurf, Lärm und Lichtreflexe seien keine unangemessenen Beeinträchtigungen. "Besichtigungstouren und "Windmill Climbing" können das touristische Angebot sogar wesentlich bereichern", heißt es.

Technik noch in Erprobungsphase
Befürworter und Gegner blicken gespannt auf die ersten Offshore- Windparks in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Einige Genehmigungen liegen vor, andere lassen auf sich warten. Und auch die Technik für die neuen Riesenwindräder auf dem Meer ist noch in der Erprobungsphase.

Auf Seiten der Kritiker stehen auch die Naturschutzverbände, die Gefahren für die empfindliche Tierwelt der Nordsee sehen. Erste Klagen sind bei den Gerichten eingegangen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg hingegen verweist auf Umweltverträglichkeits-Prüfungen. Schweinswale und Vögel sind danach nicht gefährdet.

Pas d'informations pour cette catégorie
 
 
  © 2021 Arcantel SA. Tous droits réservés - Un produit Internet Solutions by Arcantel SA
Retour Homepage