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31.03.2004 - St. Galler Tagblatt

Kanton Thurgau - Einige gute Standorte für Windkraft-Anlagen

Im Thurgau gibt es derzeit eine Leichtwindanlage. Weitere könnten folgen. Die Windverhältnisse sind an einigen Standorten relativ gut.
Das Departement für Inneres und Volkswirtschaft des Kantons Thurgau begrüsst das Konzept Wind-Energie Schweiz. Zwar sei der Thurgau aufgrund der schwachen Windverhältnisse für Hochleistungs-Windenergieanlagen nicht geeignet, aber einige Standorte für Schwachwindanlagen mit Nabenhöhe von ungefähr 18 Metern seien vorhanden, teilt es in der Vernehmlassung zuhanden des Bundesamtes für Energie mit.
Ottenberg, Chapf, Nollen
Ausreichend dafür sind die Windverhältnisse auf der Westflanke des Ottenberges, auf dem Chapf, dem Nollen und in Engwilen auf dem Seerücken, wie Messungen des Kantons ergeben haben. Das Thurtal hingegen eignet sich nicht für Windkraftanlagen. Und auch am Bodensee bläst der Wind zu schwach. «Das hat mich am meisten überrascht», sagt Andrea Paoli, Leiter der kantonalen Fachstelle Energie.
Kein Boom zu erwarten
Bis jetzt steht im Thurgau erst eine Anlage in Berg, die von der Leistung her etwa drei Einfamilienhäuser das ganze Jahr hindurch mit Strom versorgen kann. Dass noch viele dazu kommen, glaubt Paoli nicht. «Ich wäre schon mehr als zufrieden, wenn wir in den nächsten zehn Jahren drei hätten.»
Das Problem: Das grosse Geschäft lässt sich mit der Leichtwind-Energie nicht machen. Die Gestehungskosten sind mit etwa 75 Rappen pro Kilowattstunde relativ hoch - wenn auch noch deutlich tiefer als beim Solarstrom. Der Anlagenpreis selber beläuft sich auf etwa 130 000 Franken.
Bis zu 100 Gigawattstunden
Das Konzept Windenergie Schweiz sieht vor, dass bis ins Jahr 2010 jährlich 50 bis 100 Gigawattstunden Strom aus schweizerischen Windenergieanlagen produziert werden.
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