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27.08.2004 - Espace.ch

Schweiz setzt vermehrt auf Windenergie

IM JURABOGEN
Die Schweiz will bis ins Jahr 2010 zehnmal mehr Windstrom produzieren. Heute deckt dieser nur 0,01 Prozent des Bedarfs.
Der Bund hat 28 Standorte definiert, die sich besonders gut für Windanlagen eignen die Mehrheit im Jurabogen. Das Konzept Windenergie Schweiz, das gestern vom Bundesamt für Energie (BFE) präsentiert wurde, berücksichtige sowohl die Anliegen der Energiebranche als auch der Naturschutzorganisationen. Der Vizedirektor des BFE, Michael Kaufmann , sagte, die gesteckten Ziele seien bescheiden, aber realistisch. Die Schweiz werde nicht den gleichen Anteil an Windenergie erreichen wie Deutschland und Österreich, sagte Kaufmann. Der Rückstand sei durch meteorologische und topografische Bedingungen zu erklären.
Heute deckt der Windstrom 0,01 Prozent des Schweizer Bedarfs an elektrischer Energie ab. Bis ins Jahr 2010 soll die Schweiz jährlich 50 bis 100 Gigawattstunden (GWh) Windstrom produzieren. Bis 2025 werden 300 GWh angestrebt, was 0,5 Prozent des Stromverbrauchs entspricht.
Das BFE hat 28 bevorzugte Standorte bestimmt, die auf die Planung der Kantone und laufende Projekte Rücksicht nähmen. Ein grosser Teil des Jurabogens entspricht den Kriterien für Windparks . Aus diesem Grund wurde auf dem Mont Croisin BE die Produktion durch die Montage von zwei neuen Windanlagen bereits um 80 Prozent erhöht. Mit diesen acht Windanlagen wird der Strombedarf von 2700 Haushalten gedeckt.
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