Die neu gegründete Vereinigung «Landschaft ohne Windkraft» kritisiert das Windenergiekonzept des Bundes. Der geplante Bau zehn neuer Windkraftwerke stehe in keiner Relation zum Aufwand. [30.11.2004] Die Vereinigung mit Sitz in La Chaux-de-Fonds NE und Pfungen ZH wurde am Freitag gegründet, wie es in einem Communiqué vom Dienstag heisst. Nach Ansicht der Vereinigung beeinträchtigen Windkraftwerke nicht nur das Landschaftsbild, sondern erzeugen auch Umweltschäden wie Lärm und den Tod von Vögeln.
Insbesondere lehnt die Vereinigung die Pläne des Bundes ab, die Produktion von Windenergie bis 2010 um das Zehn- bis Zwanzigfache zu steigern. Dazu sollen rund zehn neue Anlagen gebaut werden, die grössten davon in Ste-Croix VD und auf der Tête-de-Ran in der Nähe der Vue-des-Alpes NE.
Diese Pläne seien jedoch untauglich für die Schweizer Landschafts- und Windverhältnisse, schreibt die Vereinigung. Der Energiegewinn sei sehr gering, unregelmässig und stehe in keiner Relation zum Aufwand und zum Verlust an unberührter Landschaft.
Nähe zu bürgerlichen Politikern
Präsident der Vereinigung «Landschaft ohne Windkraft» ist Bernard Chapuis, Präsident der «Association des Amis de Tête-de-Ran». Vizepräsidenten sind Bruno Kläusli, Präsident des Zürcher Heimatschutzes und der Berner Landschaftsexperte Hans Weiss.
Chapuis, Kläusli und Weiss gehörten im vergangenen Jahr auch zu den Erstunterzeichnern eines Manifests gegen Windturbinen. Dieses war auch von Nationalrat Duri Bezzola (fdp, GR), den Ständerätinnen und -räten Erika Forster (fdp, SG), Hans Hofmann (svp, ZH), Maximilian Reimann (svp, AG) und dem ehemaligen FDP-Präsidenten und Ständerat Rolf Schweiger (ZG) unterschrieben worden.