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Revue de presse suisse


06.11.2007 - Tages-Anzeiger

Stürmische Entwicklung bei Windenergie

SCHWEIZ - Die Windkraft boomt. Seit der Bund eine Förderung beschloss und das Bundesgericht den Landschaftsschutz zurückband, schiessen Pläne für Windanlagen wie Pilze aus dem Boden.

Innerhalb von wenigen Tagen sind gleich zwei Projekte für grosse Windparks vorgestellt worden: Auf dem Gotthard-Pass ist eine 16-Megawatt-Anlage mit acht Masten von 78 Metern Höhe geplant, die Strom für rund 15 000 Personen liefert. Dies wäre nicht nur der grösste, sondern auf 2131 Metern über Meer auch der höchst gelegene Windpark der Schweiz.

Kaum war der Superlativ in die Welt gesetzt, wurde er gleich überboten: Die Gemeinde Oberwald VS möchte noch höher oben, auf der 2165 Meter hohen Grimsel-Passhöhe, einen noch grösseren Windpark bauen. Geplant sind 21 rund 80 Meter hohe Masten mit einer installierten Leistung von 50 Megawatt und einer Jahresproduktion von 150 000 Kilowattstunden.

Vom Jura bis in die Hochalpen
«Bei der Windenergie hat ein eigentlicher Boom eingesetzt», sagt Bernard Gutknecht von Suisse Eole, dem Verein zur Förderung der Windenergie. In Betrieb sind schweizweit zwölf Anlagen mit einer Leistung von 11,25 Megawatt. Bis 2012 sollen, Gotthard und Grimsel eingerechnet, weitere 69 Anlagen mit insgesamt 138 Megawatt Leistung realisiert sein. Zum Vergleich: Das AKW Mühleberg weist 355 Megawatt Leistung auf.

Weitere Projekte auf Alpenpässen sind in Diskussion. So will die St. Galler Firma Swisswinds, die am Grimsel aktiv ist, etwa 20 Windräder am Sanetsch-Pass VS und etwa 9 Räder am Nufenen-Pass VS aufziehen. Zunächst sind Messungen nötig, die Zustimmung der Standortgemeinden steht noch aus. Im Fokus stehen auch die Pässe Furka und Grosser St. Bernhard.

Die Projekte an den Pässen kommen nicht von ungefähr. Über die hochgelegenen, exponierten Joche pfeifen die Winde oft wie durch eine Düse, wenn auch zeitweise turbulent und nicht konstant wie an der Nordseeküste. Zudem sind die Pässe meist gut mit Strassen für Bau und Unterhalt erschlossen. Und schliesslich verlaufen dort meist bereits Leitungen, die den Strom ins Tal befördern können.

Einspeisevergütung wirkt
Die besten Orte liegen allerdings im Jura-Bogen. Der derzeit grösste Windpark mit acht Turbinen steht auf dem Mont-Crosin und wird von der BKW-Tochter Juvent SA betrieben. Anders als die Axpo will die BKW die Windenergie ausbauen. «Es ist ein Boom im Gang», bestätigt BKW-Sprecher Antonio Sommavilla. In Courtelary BE, Saint-Imier BE, Villeret BE, Le Peuchapatte JU liess die BKW sieben Standorte evaluieren. Eine Studie habe ergeben, dass die Landschaft am Mont-Crosin 15 bis 20 zusätzliche Masten ertrage.

Weshalb plötzlich dieser Aufschwung? Motor sei der Megatrend zur erneuerbaren Energie, sagt Sommavilla. «Man braucht jeden Energieträger, um die Stromlücke zu füllen.» Hinzu komme ein Bundesgerichtsentscheid von 2006 zum Windpark Crêt-Meuron NE, der im vergangenen März zu einer Rückweisung von Einsprachen führte. Das Bundesgericht hatte ein starkes öffentliches Interesse an der Windenergie anerkannt und den Landschaftsschutz zurückgebunden. Schliesslich erzeugt laut Sommavilla auch die neue kostendeckende Einspeisevergütung des Bundes einen «Vorwärtsdruck». Nun könnten viele Projekte, ob Windparks oder Einzelanlagen, anders gerechnet werden. Ab Herbst 2008 bekommen Windstrom-Produzenten 23 bis 25 Rappen je Kilowattstunde, die sie ins Netz geben, so dass sie ihre Anlagen sicher amortisieren können. «Wir erhalten Hunderte von Anfragen, vor allem von Landwirten», bestätigt Gutknecht von Suisse Eole. Viele hätten gemerkt, dass ein Windrad einen Nebenverdienst bringen könne. An 20 Orten liefen derzeit Messungen.

Michael Kaufmann vom Bundesamt für Energie (BFE) sieht die Einspeisevergütung als eigentlichen Auslöser des Booms. «Die Sache wird finanziell interessant und kommt in Schwung. Wir erhalten täglich Anfragen von Investoren.» Das sei ganz im Sinn des «Konzepts Windenergie». Der Bundesrat setzte das Ziel, bis 2010 50 bis 100 Gigawattstunden aus Wind zu gewinnen, was 64 Anlagen an zehn Orten erfordert.

Im Konzept wurden über 100 potenzielle Standorte identifiziert. Davon wurden 12 als prioritär definiert, wo Windparks als unbedenklich gelten. Hinzu kommen 16 Standorte, die Kantone und Gemeinden einbrachten, so dass 28 Standorte für Windparks mit insgesamt 190 Turbinen im Fokus stehen. Würden Windanlagen an sämtlichen knapp 100 möglichen Standorten realisiert, könnten sie zwei Prozent des Stromverbrauchs decken und 330 000 Haushalte versorgen. Raimund Rodewald von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz findet die rasante Entwicklung bedenklich, weil sie unkoordiniert und nach Zufall ablaufe. Die Abwägung zwischen grünem Strom und Landschaftsschutz sei heikel, besonders in einem kleinräumigen Land. Als Ausweg sieht er eine nationale Planung, konzentriert auf fünf bis zehn geeignete Standorte. Dem pflichtet Kaufmann vom BFE bei. «Es macht keinen Sinn, überall Windrädchen aufzustellen. Ein Sachplan Windkraft wäre gut. Wildwuchs wollen wir nicht.»

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