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Revue de presse suisse


15.11.2007 - Neue Zürcher Zeitung

Unsinnige Windenergie-Förderung

SCHWEIZ - In der NZZ vom 26. 10. 07 wird berichtet, dass das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) Windkraftanlagen (WKA) bauen wolle, obwohl die Schweiz kein bevorzugter Standort für Windkraftanlagen ist. Dieser Vorbehalt sollte zu denken geben! In einem Binnenland wie der Schweiz wehen nur schwache Winde. Es hat daher in unserem Land nie Windmühlen, sondern nur Wassermühlen gegeben. Es gilt, bei der Nutzung erneuerbarer Energien die komparativen Vorteile eines Landes zu nutzen und nicht seine komparativen Nachteile! Genau dies ist aber bei der Förderung der Windenergie in der Schweiz der Fall. Sie ist schon aus diesem Grund unsinnig.

Sie wird aber noch unsinniger, wenn wir uns fragen, wozu die erneuerbaren Energien gefördert werden sollen. Im Vordergrund steht die Reduktion der CO2-Emissionen, die vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger entstehen. Dazu kann aber die Windenergie bei uns keinen Beitrag leisten. Die Kyoto-Verpflichtungen können nur erfüllt werden durch geringere CO2- Emissionen im Inland. Diese sind aber bei der Stromproduktion schon heute null, weil wir - im Gegensatz etwa zu Deutschland - Strom praktisch ohne fossile Energieträger erzeugen. Allerdings wird die Windenergie auch als Ersatz von Atomenergie propagiert. Diese Propagierung beruht aber auf einem Irrtum. Die Atomenergie ist eine Bandenergie, die sich nicht abschalten lässt, wenn der Wind gerade weht, und anschalten, wenn er wieder aufhört. Bei uns kann nur die Wasserkraft kurzfristig auf die Unregelmässigkeit der Windenergie reagieren.

Die Windenergie trägt aber nicht nur praktisch nichts zur Erreichung der Umweltziele bei, die man damit erreichen will, sondern ist mit einem massiven Eingriff in die Landschaft verbunden. Die hohen Windenergietürme fallen mit ihren sich stets drehenden Rotoren deutlich als Fremdkörper in der Landschaft auf. Dies ist in der Schweiz besonders deswegen der Fall, weil die Windanlagen exponiert auf die etwas windreicheren Hügel und Berge gestellt werden müssen, damit sie überhaupt etwas Energie erzeugen. Sie sind daher schon von weit her sichtbar. Sie beeinträchtigen in der Schweiz den auch für den Tourismus bedeutenden Erholungswert der Landschaft wesentlich stärker als in den ebenen Küstengebieten. Die Windturbinen schädigen darüber hinaus die Umwelt insbesondere durch Lärm sowie durch Störung der Vogelzüge und Tötung der Vögel.

Es ist zu hoffen, dass denjenigen, die heute glauben, die Förderung der Windenergie sei eine ökologische Wohltat, nicht erst dann die Augen aufgehen, wenn es zu spät und der Schaden eingetreten und irreparabel geworden ist, um dann sagen zu müssen: Das haben wir nicht gewollt!

Hans Christoph Binswanger (St. Gallen)

_______________

Der Bund hat das maximale realistische Windkraftpotenzial in der Schweiz abklären lassen und herausgefunden, dass man an 100 Standorten 730 Windturbinen sowie weitere 1900 einzeln aufgestellte Anlagen innert 10 Jahren realisieren könnte. Diese Anlagen sollen eine elektrische Energie von 4000 Gigawattstunden (GWh) im Jahr erzeugen. Im Verhältnis zum gesamthaft verbrauchten elektrischen Strom in der Schweiz von 57 Terawattstunden ist dies jedoch lediglich ein teuer erkaufter 6-Prozent-Anteil.

Um diesen relativ kleinen Anteil an der Stromproduktion zu realisieren, soll die Schweiz mit 2630 bis zu 100 Meter hohen Windmühlen verbaut werden, die die Landschaften verschandeln, Lärm erzeugen und mangels Wind und wegen häufiger Defekte oft stillstehen. Bis zum Jahr 2018 sollen etwa 50 Anlagen gebaut werden, die 100 bis 200 GWh erzeugen, also weniger als 0,3 Prozent des Gesamtbedarfes - gleich viel, wie etwa die Erweiterung des Grimselstausees bringen würde. Die Kosten einer Kilowattstunde wurden mit 13,5 Rappen angegeben, das entspricht etwa dem Dreifachen der in der Schweiz üblichen Produktionskosten. Was im Artikel verschwiegen wird, sind die zusätzlichen Kosten für die Speicherung dieser sporadisch auftretenden Stromproduktion.

Der auf diese Weise erzeugte Strom soll zudem über staatliche Einspeisevergütung ab 2008 voll subventioniert werden, was für die Erbauer natürlich ein Geschäft wird. Die beteiligten Wissenschafter sind sich dabei einig, dass die Schweiz wegen der herrschenden Windverhältnisse ungeeignet ist für diese Technologie.

Stephan Amacker (Neftenbach)

Briefe an die NZZ

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