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Revue de presse suisse


26.11.2007 - Zürichsee-Zeitung

Windenergie Umweltlobbyist Raimund Rodewald lehrt Windkraftbefürworter das Fürchten

SCHWEIZ - Kämpfer gegen die Windräder.

Keiner kämpft so verbissen gegen Windräder wie Raimund Rodewald von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Doch selbst er räumt ein, dass an wenigen Orten neue Kraftwerke sinnvoll seien.

Für die Verfechter der Windenergie ist er ein rotes Tuch: Wo immer ein Projekt für einen Windpark geplant werde, drohe Raimund Rodewald mit einer Einsprache. «Mit WWF, Pro Natura oder dem Vogelschutz kann man Kompromisse schliessen», sagt etwa Reto Rigassi von Swiss Eole, der Vereinigung zur Förderung der Windenergie, «Rodewald vom Landschaftsschutz Schweiz dagegen macht Fundamentalopposition».
Rodewald will diesen Vorwurf nicht gelten lassen. In bestimmten Gebieten könne er der Nutzung der Windenergie durchaus zustimmen. Im überbauten Rhonetal etwa, wo in Collonges schon heute das profitabelste Windrad der Schweiz betrieben werde. Auch in anderen dicht besiedelten und windreichen Gebieten «wie etwa um Basel oder vor Chur» könnte sich Rodewald die Einrichtung grösserer Windparks vorstellen. Er wehre sich aber gegen den «Wildwuchs der Projekte». Dieser hat eingesetzt, seit absehbar ist, dass der Strom bald zu kostendeckenden Preisen ins Netz gespiesen wird. Auf dem Grimselpass etwa sind 21 Turbinen von 120 Metern Höhe geplant. «Und dies, obwohl in unmittelbarer Nähe Schutzgebiete von nationaler Bedeutung liegen», sagt Rodewald.

Seit mehr als 15 Jahren ist Rodewald Geschäftsleiter der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, die 1970 von Pro Natura, dem Heimatschutz, dem Alpen-Club und anderen Vereinigungen gegründet wurde. Rodewald ist einer der dienstältesten Umweltlobbyisten, die in Parlamentarierkreisen ihren Einfluss geltend zu machen versuchen.

Meist auf verlorenem Posten
Im Stiftungsrat von Landschaftsschutz Schweiz sitzen auch bürgerliche Politiker, und Rodewald bemüht sich darum, für die Umsetzung seiner Forderungen mehrheitsfähige Lösungen zu suchen. Dennoch kämpft er meist auf verlorenem Posten: Die Zersiedelung der Schweiz hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen, und die Bereitschaft, auch in landschaftlich exponierten Lagen bekannten Architekten mehr Handlungsspielraum zu geben, ist gewachsen.

Deshalb wächst die Kritik an Rodewald auch im linken Lager. «Die Stiftung ist weitgehend erfolglos», sagt etwa Energiespezialist und SP-Nationalrat Rudolf Rechsteiner aus Basel. Statt die Klimaveränderung ernst zu nehmen, die mit der Gletscherschmelze und mit Erdrutschen die Landschaft durchaus auch verändere, bekämpfe Rodewald lieber die Windmühlen und spiele damit der Atomlobby in die Hände.

Rodewald fühlt sich missverstanden. Er sei einer der Ersten gewesen, der aus dem Westen mit Opfern der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl Kontakt gesucht habe, verteidigt er sich. Er sei kein Befürworter der Kernenergie, und dennoch sei es keine Lösung, Hunderte von Windkraftwerken in der ganzen Schweiz aufzustellen.

Das Bundesgericht hat allerdings im August 2006 im Fall Crêt-Meuron im Neuenburger Jura entschieden, dass zwischen Landschaftsschutz und der erneuerbaren Energie Wind ein Ausgleich zu finden sei. Dies gab den Verfechtern der Windenergie grossen Auftrieb. Rodewald ist sich bewusst, dass der Druck, bei den Windrädern Konzessionen zu machen, stark gestiegen ist. Dennoch erachtet er es als seine Aufgabe, den Menschen vor Augen zu halten, wie stark sich ihre Umwelt verändern würde, wenn etwa die vordere Krete des Juras mit Windrädern verstellt würde.

Und dann wird Rodewald grundsätzlich: «Der globale Druck des kapitalistischen Systems ist sehr hoch», sagt er, «aber nicht die ganze Welt ist monetarisierbar.»

Windenergie boomt
In den Alpen und im Jura werden derzeit fast wöchentlich neue Windenergieprojekte bekannt. Um das Atomkraftwerk Leibstadt zu ersetzen, bräuchte es allerdings 76 Windparks von der Grösse des Grimselprojekts.
Bisher galt die Schweiz nicht als Land, das für Windkraftwerke geeignet ist.

Die Windgeschwindigkeiten erreichen hierzulande nur im Jura, in den Alpen und in einigen Alpentälern die Werte, die eine Nutzung des Windes wirtschaftlich machbar erscheinen lassen. Seit jedoch absehbar ist, dass der Strom aus den Windturbinen zu kostendeckenden Preisen ins Netz eingespiesen werden kann - die entsprechende Verordnung ist noch nicht unter Dach und Fach -, ist ein Boom ausgebrochen. Neben den bisherigen Projekten auf der zweiten Jurakette sollen jetzt auch in den Alpen grosse Windparks entstehen.

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