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18.01.2008 - Berner Zeitung

Die Standorte konzentrieren

KANTON BERN - Das Energieplanungsbüro Wega empfiehlt, die Standorte für Windenergieprojekte im kantonalen Richtplan anzupassen.
Kürzlich setzte sich das Energieplanungsbüro Wega mit den für seine Anliegen zuständigen kantonalen Ämtern an einen Tisch. Es wurden die für Wega wichtigen Veränderungen für Windenergiestandorte im Richtplan 2009 besprochen. «Wir möchten eine Anpassung der im Richtplan verankerten Windenergiestandorte an die ökologischen und ökonomischen Anforderungen der heutigen Zeit», sagt Anton Felder, Projektleiter bei Wega, und fügt hinzu, dass sich speziell die Anforderungen bezüglich Landschaftsschutz verändert haben. «Die Standorte sollten konzentriert und nicht auf den ganzen Kanton verteilt werden», bekräftigt er.
Neue Analyse
Auch Serge Boschung, Vorsteher der Energiefachstelle des Kantons Freiburg, bestätigte den Kontakt zu Wega. Ein spezialisiertes Büro sei nun beauftragt worden, eine Analyse zu erstellen. Anton Felder möchte verhindern, dass in der Schweiz die gleichen Fehler wie in Deutschland und in Österreich begangen werden. «Dort stehen die Bauten völlig unkontrolliert in der Landschaft», erklärt er. Anton Felder ist überzeugt, dass sich Landschaftsschutz, ein intaktes Landschaftsbild und Windenergieparks gut miteinander verbinden lassen.
Nicht besonders erfreut zeigt sich Anton Felder über das neue Einspeisegesetz der Schweiz. Windanlagen, die über 1700 Meter über Meer stehen, erhalten einen Einspeisebonus von zwei Rappen pro erzeugter Kilowattstunde. Begründet wurde dieser Bonus mit den höheren Baukosten. Felder befürchtet nun, dass Planer, welche aus rein wirtschaftlichen Gründen handeln, in hochalpinen Regionen vermehrt Windparks bauen werden. «Für mich sind solche Regionen von vornherein tabu. Aus Landschaftsschutzgründen haben Windparks dort nichts zu suchen», betont Felder.
Keine Sabotage
Wega hat herausgefunden, dass die beiden Windmessmasten auf dem Schwyberg Mitte November nicht wegen eines Sabotageaktes umgestürzt waren, sondern vermutlich wegen eines Montagefehlers. Eis hatte sich an den Seilverankerungen festgesetzt und damit die Statik verändert. Zudem blies in der betreffenden Nacht ein starker Wind. Trotzdem hat das Unternehmen genügend Messdaten und wird das Projekt wie vorgesehen weiterführen.
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