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13.09.2011 - Schwäbische Zeitung

Gemeinderat lehnt Windräder auf dem Gehrenberg ab

GEHRENBERG - BODENSSE - Am Montag hatte Bürgermeister Bernd Gerber gegenüber der Schwäbischen Zeitung zwar noch betont, dass die Verwaltung dem Gemeinderat keinen Beschlussvorschlag vorlegen wird. Letztendlich war’s am Dienstagabend aber so, dass die Ratsmehrheit aus den Fraktionen der Freien Wähler und der CDU der kritischen Stellungnahme der Verwaltung folgte. Das heißt: Zum jetzigen, noch frühen Zeitpunkt des Verfahrens und mit dem jetzigen Kenntnisstand lehnt die Stadt Markdorf den Gehrenberg als Standort für Windkrafträder ab.

Die Gründe sind für die Freien Wähler wie auch für die CDU im Wesentlichen dieselben, die auch die Verwaltung vorgebracht hatte. An erster Stelle: die erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Zur Veranschaulichung der Dimensionen projizierte Bernadette Siemensmeyer vom Überlinger Planungsbüro 365° Freiraum + Umwelt skizzierte Ansichten unter anderem des Gehrenbergturms (30 Meter) und der Pfarrkirche St. Nikolaus (68 Meter) neben einem 190 Meter hohen Windrad an die Wand.

Dass diese Dimensionen das Landschaftsbild stark verändern und Windräder die Natur am Gehrenberg beeinträchtigen würden, das sehen zwar auch die Mitglieder der Umweltgruppe kritisch. Dennoch vertraten sie die Ansicht, dass zunächst weitere Untersuchungen vorgenommen werden müssten – auch zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen - und man zum jetzigen Verfahrensstand Windkrafträder auf dem Gehrenberg noch nicht grundsätzlich ausschließen sollte. „Ein Vorgehen nach dem St.-Florians-Prinzip ist unangebracht“, so Hansjörg Renner im Hinblick auf die Aussage in der Stellungnahme der Verwaltung, wonach es in Baden-Württemberg ausreichend andere Standorte mit geringeren Nutzungskonkurrenzen gebe.

Gegen diesen Vorwurf wehrte sich Dietmar Bitzenhofer, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, mit dem Hinweis, dass an anderen Orten selbstverständlich dieselben Maßstäbe gelten müssten wie am Gehrenberg, wo es aus Sicht der Freien Wähler ganz einfach zu viele Konflikte gibt. Abgesehen von Landschafts- und Artenschutz ging Bitzenhofer auch kurz auf das Thema Infraschall ein. Die Bedenken verschiedener Fachleute müsse man ernst nehmen. „Wir sind für die Windenergie. Wenn aber Wohngebiete betroffen sind und das landschaftliche Gepräge in nicht vorstellbaren Dimensionen beeinträchtigt wird, tun wir uns schwer damit, Windkrafträdern auf dem Gehrenberg zuzustimmen“, so Bitzenhofer.

So sah es auch Alfons Viellieber, Fraktionsvorsitzender der CDU. Der Gehrenberg mit seinem Wald sei ein intaktes, wertvolles Ökosystem, das durch Windräder erheblich gestört werde. Deshalb könne man dem Vorentwurf des Teilregionalplans Windenergie nicht zustimmen. Aus der Stellungnahme der Verwaltung zitierte Viellieber den Ministerialdirektor Wolfgang Reimer vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: „Der digitale Windatlas weist für Baden-Württemberg viele mögliche Standorte aus, um den geplanten zehnprozentigen Anteil der Windkraft an der Energieversorgung zu schaffen, ohne dass für den Toruismus wichtige Landschaftsbilder betroffen sind.“ Persönlich fügte Viellieber an, dass er es für ein Unding halte, Windräder mitten in Waldgebiete hinein zu bauen. Ähnlich sah es Fraktionskollege Hubert Roth: „Wir würden unsere Heimat nicht mehr wiedererkennen.“

SPD-Sprecher Uwe Achilles stellte dagegen fest, dass Besucher des Gehrenbergs in Richtung Bodensee auf eine Landschaft blicken würden, die sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder verändert habe und sich auch weiterhin verändern werde – Stichwort Umgehungsstraße. Um über Windkraftanlagen auf dem Gehrenberg entscheiden zu können, seien weitere Untersuchungen erforderlich. Und wenn diese ergäben, dass Windräder auf dem Gehrenberg machbar seien, dann müsse man Farbe bekennen. „Wenn wir die Energiewende wollen, können wir nicht einfach sagen: Es geht überall, aber nicht bei uns“, so Achilles, der gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Arnim Zumstein und vier Mitgliedern der Umweltgruppe gegen den Vorschlag der Verwaltung stimmte.

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