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Revue de presse suisse


18.02.2012 - Die Südostschweiz

Der Windpark Surselva sorgt für volles Haus in Ilanz

GRAUBUNDEN - Der Windpark Surselva hat am Donnerstag einen Grossaufmarsch in die Aula des Schulhauses Ilanz ausgelöst. Die Referate und Diskussionen des Informationsanlasses dauerten bis spät in den Abend hinein.

Ilanz. – Das Ziel sei klar, so Andy Imfeld, Geschäftsführer der Firma Altaventa AG. Wolle die Gesellschaft ihren Wohlstand retten, müsse sie Abschied nehmen von fossilen Energieträgern und voll auf Sonne, Wasser und Wind setzen. Im Zug des Atomausstiegs stünden bei der Stromproduktion Sparanstrengungen, Effizienzsteigerungen der Wasserkraftwerke und erneuerbare Energien im Vordergrund. Für einen Windpark in der Val Lumnezia sprächen der Wind, die guten Zufahrtsmöglichkeiten und die grosse Distanz zu bewohnten Gebieten. Geht es nach Imfeld, steht im Grossraum Um Su auf Gemeindegebiet von Lumbrein, Obersaxen und Vignogn schon 2015 der grösste Windpark der Schweiz mit 40 bis 60 Windrädern, die Strom für 30 000 bis 50 000 Haushalte produzieren.

Viel Wind nötig

Ernst Sax, Präsident Regiun Surselva, hatte schon einleitend betont, dass es vorerst darum gehe, saubere Diskussions- und Entscheidungsgrundlagen zu schaffen. In die gleiche Kerbe schlug auch Richard Atzmüller vom kantonalen Amt für Raumentwicklung. Für ihn ist die Realisierung des Windparks Surselva nicht grundsätzlich unmöglich. Es bedürfe aber vielerlei Bewilligungen, Prüfungen und Plangenehmigungen auf kommunaler, kantonaler und Bundesebene. Wichtig sei, dass nicht bereits gestritten werde, bevor die Fakten bekannt seien. In erster Linie brauche es genug Wind. Entsprechende Messungen dauerten noch bis im Herbst. Zudem stellten sich Fragen zum Natur- und Landschaftsschutz und ob sich ein Skigebiet mit einem Windpark vertrage.

Reto Rigassi, Geschäftsführer von Suisse Eole, der Vereinigung zur Förderung der Windenergie, betonte, es gebe in der Schweiz nicht viele Standorte, die sich für Windparks eigneten. Im Vordergrund stehe sicher der Jura. Aber auch die Surselva habe gutes Windpotenzial.

Fakten auf den Tisch

Der Regionalverband Regiun Surselva, die Pro Lumnezia und der runde Tisch Val Lumnezia, die für den Infoabend verantwortlich zeichneten, hatten neben den erwähnten Referenten auch eine hochkarätige Diskussionsrunde aufgeboten. Am Podium sassen Sep Cathomas (alt Nationalrat), Raimund Rodewald (Landschaftsschutz Schweiz), Hans Schneider (Pro Natura), Gaudenz Alig (Vertreter der Jägerschaft), Romeo Deplazes (Elekrizitätswerk Zürich EWZ) und Kurt Mägli (unabhängiger Berater). Wie Deplazes ausführte, beteilige sich das EWZ am Projekt mit der Option, mit mindestens 50 Prozent beim geplanten Windpark einzusteigen. Laut Mägli sind Grösse und Bauart der Anlage noch offen. Für Cathomas ist wichtig, dass alle Möglichkeiten geprüft werden. Es gehe schliesslich um Chancen und Existenzgrundlagen für die ansässige Bevölkerung. Alig befürchtet, dass die ansehnlichen Wildbestände schon infolge des Baulärms aus den Einstandsgebieten abwandern. Schneider äusserte zwar nicht Fundamentalkritik, aber gewisse Zweifel aus Sicht des Natur- und Landschaftsschutzes. Es sei aber richtig, das Projekt eingehend zu prüfen. Rodewald ortete Konflikte insbesondere dort, wo man einander nicht zuhöre. Grundsätzlich sei ihm der Standort Jura sicher lieber als der hochsensible Alpenraum.

Die Fachleute und Publikum waren sich einig, dass die Veranstaltung vom Donnerstagabend sicher nicht die letzte ihrer Art gewesen ist. Schwer zu eruieren war die allgemeine Stimmung im Saal, denn vorerst war Zuhören angesagt. Die Zeit, Stellung zu beziehen, wird spätestens dann kommen, wenn Fakten und nicht bloss Absichtserklärungen auf dem Tisch liegen.

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