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Revue de presse suisse


29.03.2012 - Seetaler Bote

Windenergie-Gebiete sind definiert

SEETAL - Regionales Konzept für Windkraftanlagen geht in die Vernehmlassung.

Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien ist kein neues Thema im Seetal. Ein regionales Konzept hat nun mögliche Standorte für Windräder auf dem Lindenberg definiert. Damit ist die Diskussion endgültig lanciert.

Mit dem Konzept «Windkraftanlagen Lindenberg» hat der Gemeindeverband Oberes Freiamt gemeinsam mit dem Netzwerk Gemeinden der Idee Seetal AG eine raumplanerische Grundlage für mögliche Windenergie-Projekte auf dem Lindenberg erarbeitet. Die Arbeitsgruppe brauchte dafür eineinhalb Jahre. «Wir mussten Rücksicht nehmen auf kantonale Vorgaben und auch den Richtplan aus dem Kanton Aargau abwarten», erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Franz Bucher. Bis Sommer 2012 sollen die Rahmenbedingungen in einer Absichtserklärung behördenverbindlich festgelegt werden. Entscheiden werden schlussendlich aber die Stimmbürgerinnen und -bürger der betroffenen Gemeinden Beinwil Freiamt, Hitzkirch und Hohenrain. Nach kantonalen Vorgaben müssen nämlich für grosse Windkraftanlagen geeignete Zonen im kommunalen Zonenplan aus¬geschieden werden. Die Einwohner der betroffenen Gemeinden werden also im Rahmen einer Ortsplanungsrevision darüber abstimmen, ob Windenergieanlagen im Gemeindegebiet erwünscht sind oder nicht.

Sieben Gebiete geeignet

Nach einer Begehung mit der Arbeitsgruppe, Gemeindevertretern und Spezialisten des Kantons wurden sieben Gebiete definiert, die für Windenergieanlagen grundsätzlich geeignet sind. Neben der gemessenen Windstärke wurden Kriterien wie Landschaftsverträglichkeit, Sichtbarkeit und Erschliessung (Strassen, Stromnetz) überprüft. Demnach kommen folgende Gebiete in Frage: Schürweid und Sonneri Horben (Beinwil Freiamt); Schopfe und Allmend Lieli (Hohenrain); Sulzerberg, Weiebrunne und Müswanger Allmend (Hitzkirch).

Effiziente Nutzung

Das Konzept sieht vor, dass auf dem Lindenberg mindestens drei Anlagen, ein so genannter Windpark, gebaut werden sollen. Hans Peter Stutz von der Idee Seetal erklärt diese Empfehlung folgendermassen: «Wir betrachten das Gebiet auf dem Lindenberg als ein schützenswertes Gut. Der Bau von Windrädern stellt einen grossen Eingriff in diese schöne Landschaft dar.» Tatsächlich weisen die Windräder eine Höhe von 150 bis 170 Metern auf. «Ein solcher Eingriff ist nur zu rechtfertigen, wenn auch genügend Strom erzeugt werden kann.» Die drei Anlagen sollen gemäss Konzept räumlich in einem «erkennbaren Kontext» stehen. Damit möchte man laut Stutz der Zerstückelung der Landschaft entgegenwirken. «Einzelne Anlagen auf dem Lindenberg verteilt zu bauen, macht aus unserer Sicht raumplanerisch keinen Sinn.»

Franz Bucher stellt nochmals klar: «Nur wenn drei rechtlich verbindliche Baubewilligungen vorliegen, wird gebaut. So sieht es das Konzept vor.» Damit soll verhindert werden, dass man zuerst mal eine Anlage baut mit der Begründung, dass irgendwann mal weitere folgen werden.

Zugvögel und Fledermäuse

Im Anhang des Konzepts nehmen Fachleute Stellung zu den möglichen Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Vögel und Fledermäuse. Nur für die Zugvögel bestehe ein grosses Konfliktpotential. Dieses lasse sich aber mit verschiedenen Massnahmen lösen. Das Beispiel zeigt aber, wie komplex das Thema Windkraftwerke ist und wie viel Arbeit noch ansteht, bis Windräder auf dem Lindenberg Strom produzieren werden.

Vernehmlassung

Das Konzept kann nun auf den Gemeinden eingesehen werden. Zudem wird mittels eines Fragebogens vom 2. April bis 7. Mai eine Vernehmlassung durchgeführt. Angeschrieben werden Parteien, Verbände und Gemeinden. Gemäss Hans Peter Stutz können alle ihre Meinung kundtun. Den Fragebogen kann man auf der Homepage der Idee Seetal runterladen (http://www.idee-seetal.ch/). «Das Konzept ist weder ein Pro- noch ein Kontra-Bericht. Wir haben lediglich die raumplanerischen Rahmenbedingungen ausgearbeitet», betont Hans Peter Stutz. So habe man versucht, das Thema sachlich anzugehen. Mit der Vernehmlassung starte nun eine Diskussion, in welcher auch Emotionen Platz haben dürfen.

Letztendlich geht es um das Thema «Landschaftsschutz versus Stromproduktion aus erneuerbarer Windenergie». Die betroffenen Stimmbürger und Stimmbürgerinnen werden entscheiden, welchem Thema sie mehr Gewicht einräumen. Bis zu einer konkreten Abstimmung ist es aber noch ein weiter Weg. Gemäss Franz Bucher mindestens drei bis fünf Jahre. «Hitzkirch arbeitet zur Zeit an einer Ortsplanungsrevision. Dort ist schon eine Zone für Windenergie vorgesehen.» Trotzdem müsse diese Revision zuerst angenommen werden. Danach folgt im Idealfall ein Baugesuch mit möglichen Einsprachen, welche auch bis zum Bundesgericht gelangen können. Zu guter Letzt folgt das Erteilen einer Baubewilligung. Das alles gehöre zum politischen Prozess. «Wir haben uns aber bewusst nicht mit diesem Prozess beschäftigt, sonst würde das Konzept noch nicht vorliegen», betont Franz Bucher. Nun darf man gespannt sein auf die Pro- und Kontra-Argumente.

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