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Revue de presse suisse


11.10.2012 - Der Bund

Für Windräder dürften Bäume fallen

SCHWEIZ - Der Bau von Windrädern im Wald ist laut Bundesrat möglich, ohne das Rodungsverbot aufzuheben. Er rechnet bis 2050 mit 600 Gigawattstunden aus dem Wald. Die Stromfirmen zeigen aber kaum Interesse.

Niemand hat es gewagt, obschon es längst erlaubt ist: Auf diese Erkenntnis lässt sich die Verwirrung um den Bau von Windrädern im Wald reduzieren. Nun hat der Bundesrat Klarheit geschafft: Die rechtlichen Grundlagen lassen solche Projekte zu. Eine Änderung des Waldgesetzes sei nicht nötig.

In seinem gestern veröffentlichten Bericht hält der Bundesrat fest, wie sich die Realisierung solcher Anlagen mit dem Wald-, Natur- und Landschaftsschutz vereinbaren lässt. Rodungen bleiben grundsätzlich verboten, können aber - wie bereits heute etwa beim Bau von Autobahnen - ausnahmsweise bewilligt werden. Ist dies der Fall, muss in der Regel ein Stück Wald in derselben Gegend von der gleichen Grösse aufgeforstet werden. Die Promotoren solcher Anlagen müssen zudem darlegen, weshalb der Bau einer Windanlage just im Wald notwendig ist. Geltend machen können sie zum Beispiel das nationale Interesse an der Produktion von neuen erneuerbaren Energien sein. Die Anlagen sollen nach dem Willen des Bundesrats möglichst konzentriert an wenigen Standorten mit möglichst hoher Energieausbeute gebaut werden.

Wie viel Wald muss weichen?

Mit seiner Klarstellung will der Bundesrat die Planungssicherheit für Windräder verbessern; dies vor dem Hintergrund der angestrebten Energiewende. Beim Wind beziffert er das Ausbaupotenzial bis 2050 von heute 70 auf 4000 Gigawattstunden, also 7 Prozent des heutigen Stromverbrauchs. 600 Gigawattstunden sollen dabei von Anlagen im Wald stammen. Zum Vergleich: Das geplante Gaskombikraftwerk Chavalon im Wallis soll jährlich bis zu 3000 Gigawattstunden Strom produzieren.

Über den Bericht des Bundesrats zeigen sich die Promotoren der Windenergie erfreut. Bastien Girod spricht von einem wichtigen Signal. «Standorte im Wald sind interessant, weil sie in der Regel von Siedlungen weit genug entfernt sind», sagt der grüne Nationalrat und Vizepräsident von Suisse Eole. Auch für Tiere seien solche Anlagen kaum ein Problem. Suisse Eole schätzt das realisierbare Windpotenzial in der Schweiz höher ein als der Bundesrat: mindestens 8000 Gigawattstunden bis 2050. Dass bei solchen Strommengen Wald in grossem Stil gerodet werden müsste, bestreitet Girod. Auch die Stiftung Landschaftsschutz ist zufrieden: «Der Bundesrat stellt klar, dass die Energiewende nicht blindlings auf Kosten des Natur- und Landschaftsschutzes erfolgen soll», sagt Geschäftsführer Raimund Rodewald.

Im Meer «wirtschaftlicher»

Fraglich ist, wie viel Strom dereinst aus dem Wald fliessen wird. Die Energieunternehmen zeigen zumindest vorderhand kaum Interesse für entsprechende Investitionen, wie eine Umfrage des «Bund» zeigt. Die Axpo will ausschliesslich ihre Auslandstrategie mit Windparkbeteiligungen in Deutschland, Frankreich und Italien weiterführen. Die BKW ist «bereit, Möglichkeiten zu prüfen, soweit das Potenzial für die Nutzung überhaupt gegeben ist». Zurückhaltung auch beim Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ), das sich für neue Projekte in der Schweiz zwar offen zeigt, seine Strategie nun aber nicht umkrempeln will. Sprecher Harry Graf verweist auf die ausländischen Standorte am oder im Meer, die in der Regel wirtschaftlicher, da windintensiver seien. Ebenfalls gedämpft fällt die Reaktion von Alpiq aus: Die Opposition gegen Windanlagen sei heute schon gross, sagt Sprecher Martin Stutz. «Weil die Schweizer die Natur lieben, ist der Widerstand gegen Anlagen im Wald womöglich noch grösser.»

In der Tat schätzt die Schweizer Bevölkerung den Wald, wie eine neue Umfrage des Bundes zeigt. Die grosse Mehrheit will demnach am Rodungsverbot festhalten. Jeder Zehnte glaubt, im Schweizer Wald würden zu viel Bäume geschlagen. Freilich wissen sieben von zehn nicht, dass der Wald - 31 Prozent der Landesfläche - stetig wächst, allein seit 2007 um 300 Quadratkilometer.

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