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Revue de presse suisse


11.12.2012 - Aargauer Zeitung

Ablehnung gegen Standorte für Windenergie-Nutzung im Parkperimeter

AARGAU - Der Jurapark Aargau ist für erneuerbare Energien, hält die vom Kanton vorgeschlagenen Standorte zur Windenergienutzung aber für ungeeignet. Das Verhältnis zwischen energetischem Nutzen und Landschaft/Ökologie stimmt nicht.

Gemäss der Windenergie-Karte der Schweiz eignet sich der Kanton Aargau im Vergleich zu den anderen Kantonen am Jurabogen nur bedingt für die Nutzung der Windenergie, schreiben die Parkverantwortlichen in ihrer Vernehmlassung zu den vorgeschlagenen Standorte für Windkraftanlagen. Die kleinräumige Juralandschaft spricht gegen eine Windkraftnutzung im Parkperimeter. Die vom Kanton vorgeschlagenen Standorte tangieren zudem Schutzgebiete von nationaler Bedeutung (BLN1 sowie Trockenwiesen), die laut Empfehlungen des Bundes als Ausschlussgebiete zu behandeln sind. Der Kanton hat eine entsprechende Interessensabwägung auf Stufe Richtplan bis heute nicht durchgeführt.
 
Natur und Landschaften
 
Die Windanlagen und deren damit verbundene Ausbauvorhaben wie zum Beispiel. Erschliessungsstrassen, Rodungen, Montage- und Installationsbereiche haben auf Natur und Landschaft negative Auswirkungen. Aufgrund des zunehmenden Siedlungsdrucks, der beidseits der Jurahöhenzüge in
 
den Agglomerationsräumen sicht- und spürbar ist, sind die intakten Landschaften mit hohem Erholungswert im Parkperimeter zu erhalten. Sie sind gleichzeitig das Kapital des Juraparks Aargau. Die unstete Stromproduktion durch Windkraftanlagen steht gegenüber den landschaftlichen und ökologischen Beeinträchtigungen in einem ungünstigen Verhältnis. Aus diesen Gründen steht der Jurapark Aargau dieser Art von Energiegewinnung sehr kritisch bis ablehnend gegenüber und beantragt Streichung der drei im Richtplan vorgeschlagenen Standorte Wessenberg, Laubberg und Burg.
 
Die Prioritäten liegen für den Jurapark Aargau vielmehr bei der Förderung der Energie-Effizienz mittels Gebäudesanierungen (Aufbau und Unterstützung eines Handwerkernetzwerks) sowie der Förderung von Solaranlagen. Die Energiepotenzialstudie von Fricktal Regio liefert in dieser Hinsicht wertvolle Grundlagen. Die Realisierung von Leuchtturmprojekten in den drei Energiestädten des Parks oder auch anderen Gemeinden soll zur Zielerreichung beitragen.

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